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bifg ePaper ICD-11

Neues Diagnosehandbuch ICD-11 tritt in Kraft

Dazu hat das Institut unter der Überschrift ICD-11: „Mehr als nur ein Update“ ein 14 Seiten umfassendes ePaper zusammengestellt. Zur Einführung heißt es dort: „Die neue elfte Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) wurde 2019 von der World Health Organization (WHO) vorgestellt und soll ab 2022 zunächst zur Dokumentation der Todesursache verwendet werden. Nach über 25 Jahren der Nutzung von ICD-10 haben sich nationale Adaptionen auseinanderentwickelt und stehen der standardisierten Erfassung und Analyse des weltweiten Gesundheitszustandes entgegen. Die ICD-11 ist das Ergebnis langjähriger internationaler Entwicklungsarbeit von 96 Mitgliedsstaaten, an der auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, ehemals DIMDI) intensiv beteiligt ist. Die WHO möchte dem medizinischen Fortschritt und kulturellen Weiterentwicklungen Rechnung tragen und hat mit viel Aufwand ein multilinguales System erschaffen, welches viele Detailverbesserungen, aber auch neue Methoden und Strukturen anbietet, um das medizinische Geschehen auch in einer digitalisierten Welt adäquat abbilden zu können. In Deutschland ist die ICD-10 tief im Gesundheitswesen verankert und hat eine zentrale Position und verteilende Wirkung in den Entgeltsystemen (Krankenhaus-DRG, morbiditätsorientierter Risikostrukturausgleich). Die frühzeitige Auseinandersetzung mit der neuen Revision ist daher notwendig und Grundlage eines systemweiten Anpassungsprozesses, welcher in seiner Tragweite vergleichbar ist mit der Umstellung auf den Euro in der Finanzwelt.“